VEREINSCHRONIK

Der Turnverein Obing wurde am 13. Oktober 1909 im Gasthof „Zur Post“ in Obing gegründet. 23 Gründungsmitglieder wählten den Buchbindermeister Hans Werkmeister zum 1. Vorstand und den Gendarm Mathias Angermeier zu seinem Stellvertreter und Turnwart. Im selben Jahr bereits trat der Verein dem Bayerischen Turnverband und dem Turngau Traunstein bei. Dem Verein gehörten damals 35 aktive und 11 passive Mitglieder an.

Im Jahre 1910 erfolgte die erste Teilnahme an einem Turngaufest. Der Turnverein Obing präsentierte dabei seine neue Standarte. Außerdem wurde im gleichen Jahr die 25 Jahre alte Theaterbühne erworben.

Während des 1. Weltkrieges stellte der Verein seinen Betrieb ein, der erst wieder 1919 aufgenommen wurde. 1922 wurde eine eigene Vereinsmusik gegründet. Außerdem wurden das erste Faustballspiel sowie das erste Fußballspiel einer Jugendmannschaft durchgeführt.

1924 wurde der Steinmetzmeister Johann Utz zum 1. Vorstand ernannt. Bereits 1927 wurden eine Fußball- und eine Schwimmabteilung gegründet. Außerdem wurde der Verein als eingeschriebener Verein beim Amtsgericht Trostberg registriert.

Eine eigene Damenturnriege gründete man im Jahre 1928. Der Turnplatz wurde im Jahre 1929 für 2.870,- Mark gekauft. Ehrenvorstand Werkmeister übernahm hierfür die Bürgschaft. 1930 richtete der Verein im Obinger See das Gauschwimmfest aus.

Die Naziherrschaft hinterließ auch beim Turnverein ihre Spuren: 1933 musste der Verein zwangsweise die NS – Satzung übernehmen. Vorstand Utz wurde als „kommissarischer Vereinsführer“ eingesetzt. 1935 wurde Ludwig Enthamer neuer Vereinsführer. Bereits 1936 gab es Diskussionen um einen Turnhallenbau. Der Vorstand besichtigte deshalb die Haager Halle. 1937 wurde Alfons Schwarz Vereinsführer. Der NS – Reichsbund wollte für ihre Leibesübungen den vereinseigenen Platz „übernehmen“. Vereinsführer Schwarz konnte jedoch diese Enteignung hinauszögern. Der beginnende Krieg verhinderte eine Enteignung.

In der Zeit von 1938 bis 1946 gibt es in der Vereinschronik keine Eintragungen. Die Aktivitäten des Turnvereins waren während des 2. Weltkrieges eingestellt. Eine Auflösung des Turnvereins Obing erfolgte im Gegensatz zu anderen Sportvereinen in der Nachbarschaft nicht.

Am 31. Juni 1946 wurde die Wiederaufnahme des Sportbetriebes durch die Militärregierung genehmigt. Im selben Jahr wurden die Aktivitäten in den Abteilungen Handball, Fußball und Eisschützen wieder neu aufgenommen.. 1947 erweiterte der Verein den Sportplatz zwischen der Seeoner Straße und dem Brunnerweg.

In den Jahren 1949 bis 1956 gab es rege Vorstandswechsel: Isidor Eder war von 1949 – 1950, Herbert Tepass von 1950 – 1952, Herr Dr. Vogtherr von 1952 – 1956 Vorstand. 1956 wurde Hans Niggl zum 1. Vorsitzenden des Turnvereins gewählt. Noch im gleichen Jahr erfolgte die Gründung einer Tischtennisabteilung. Durch verstärktes Engagement in der Leichtathletik konnten die Obinger Athleten ein hohes Leistungsniveau erreichen und in den folgenden Jahren bemerkenswerte Siege erringen.

Im Jahre 1959 konnte der Turnverein Obing sein 50-jähriges Gründungsfest feiern, und 1961 fand in Obing das Gaukinderturnfest statt. Die feierliche Einweihung der inzwischen fertiggestellten Turnhalle bedeutete 1964 in der Entwicklung des Turnvereins einen Meilenstein. Dem Verein stand nun eine moderne Halle zur Verfügung. Die Halle war mit den modernsten Geräten ausgestattet, und das Turnen im „Reitersaal“ fand sein Ende. Noch im Jahre 1964 führte Hans Niggl das Trampolinturnen ein. Diese Sparte der Turnabteilung sollte in der Folge die größten sportlichen Erfolge bringen: 1970 wurden Günter und Heinz Scholze zusammen mit Klaus Brandmaier und Ronald Wollenburg Deutsche Mannschaftsmeister. Günter Scholze wurde Deutscher Vizemeister in der Einzeldisziplin. 1971 errang Heinz Scholze den Deutschen Meistertitel und wurde zudem Vize-Europameister. Sein Bruder Günter belegte den 3. Platz.

Auch wenn schon Jahrzehnte lang im Turnverein viel und weit gewandert worden war, wurde 1966 mit Bertl Obermaier ein erster Wanderwart bestellt. Nur ein Jahr später nahm die Volleyballmannschaft zum ersten Mal an der Punkterunde teil. 1969 veranstaltete der Turnverein sein 60-jähriges Gründungsfest mit Fahnenweihe. Den Festgottesdienst zelebrierte damals, als seine erste Amtshandlung in Obing, Pfarrer Valentin Tremmel.

Die Fußballer konnten 1973 ihr 50-jähriges Bestehen feiern. Noch im gleichen Jahr erfolgte die Gründung der Volleyballabteilung.

Im Jahre 1978 gab es einen Wechsel in der Vereinsführung. Hans Niggl übergab sein Amt an Heinz Blank und wurde zum Ehrenvorstand ernannt. Im selben Jahr konnte Irmgard Jais als 500. Mitglied des Turnvereins begrüßt und die Skiabteilung gegründet werden.

Im Jahre 1980 erwarb die Gemeinde Obing ein Grundstück für den Sportplatzbau an der Berghamer Straße. Die Anlage wurde nach den Vorstellungen der Gemeinde und denen des Turnvereins von Architekt Franz Hainz geplant. Der Umbau der Theaterbühne im Reitersaal und die damit verbundene Erweiterung wurden 1981 durchgeführt. 1982 wurden die Sportplatzplanungen unterbrochen. Die Regierung von Oberbayern hatte die Gewährung von staatlichen Zuschüssen abgelehnt. Die Fußballabteilung schuf deshalb einen Ausweichplatz. 1983 konnte die Gemeinde dann doch mit dem Sportplatzbau beginnen. Der Turnverein beteiligte sich mit unzähligen Stunden Eigenleistung am Sportheimbau und übereignete der Gemeinde den vereinseigenen Sportplatz zwischen Seeoner Straße und Brunnerweg. Gleichzeitig wurde zwischen der Gemeinde und dem Turnverein ein Vertrag geschlossen, der die Nutzung der Obinger Sportanlagen durch den Turnverein regelt.

1984 wurde die Tennisabteilung gegründet und noch im selben Jahr mit dem Spielbetrieb begonnen. Außerdem konnte der Turnverein sein 75-jähriges Bestehen im Reitersaal feierlich begehen. Die Theaterabteilung, die ja 25 Jahre älter ist, feierte ihr 100-jähriges Gründungsfest.

Am 3. und 4. August 1985 weihte die gesamte Gemeinde Obing ihre neue Sportanlage ein, und im darauf folgenden Jahr wurde die Leichtathletikabteilung gegründet.

1986 wurde Altbürgermeister Rupert Stübl für seine Verdienste um den Sportplatzbau zum Ehrenmitglied ernannt. In den folgenden Jahren konnten die Sportlerinnen und Sportler des Turnvereins bemerkenswerte Erfolge erzielen. Sowohl die Fußballmannschaften als auch die Volleyballer und Eisstockschützen machten durch Aufstiege in nächst höhere Klassen und Ligen viel von sich reden.

Im Jahre 1988 begann der Turnverein, seine Jugendarbeit noch intensiver als bisher auszubauen. Erfolge ließen nicht lange auf sich warten. 1989 wurde Anita Erl bayerische Meisterin im Trampolinturnen und Dominik Blank oberbayerischer Meister im Waldlauf. Jugendleiter Peter Huber organisierte wunderschöne Ausflüge mit der gesamten Vereinsjugend. Am 23. April 1989 verstarb Ehrenvorsitzender Hans Niggl.

Heinz Blank legte 1990 sein Amt nieder, und nach einem Vierteljahr ohne 1. Vorsitzenden übernahm der bis dahin 2. Vorsitzende Thomas Schmitz seine Nachfolge. Im darauf folgenden Jahr beteiligte sich der Turnverein sehr aktiv am Festjahr anlässlich der 1275-Jahrfeier der Gemeinde Obing am historischen Dorffest und bei der Sportwoche in Zusammenarbeit mit der Volksschule. Zudem durfte sich der Turnverein über sein 1000. Mitglied freuen. Es war dies Christine Hofmaier. Die Skiabteilung begann unter Leitung von Max Oberleitner mit dem Training zum Erreichen des Sportabzeichens.

1992 beschloss der Turnverein eine Ehrenordnung, und die Obinger Volleyballer stiegen in die Bezirksliga auf. Zudem wurde ein eigener Vereinsbus für die Jugendmannschaften angeschafft. Die erst elfjährige Irmgard Erl wurde oberbayerische Meisterin und bayerische Vize-Meisterin im Trampolinturnen. Die 1. Fußballmannschaft stieg wieder in die A-Klasse auf. Ein Highlight in diesem Jahr war der erstmals durchgeführte Familiensporttag.

Im Jahre 1993 errang Irmgard Erl die bayerische Schüler-Meisterschaft im Trampolinturnen und erkämpfte sich durch hervorragende Leistungen – auch dank ihrer Trainerin Claudia Großmann – einen Platz in der Nationalmannschaft. Die schon lange geplante Tennis-Alm wurde fertig gestellt. Um auch weiterhin die zahlreichen Maßnahmen durch Zuschüsse finanzieren zu können, erarbeitete und beschloss der Verein eine Jugendordnung.

1994 qualifizierte sich Irmgard Erl mit ihrem Deutschen Vize-Meister-Titel für die Weltmeisterschaften in Portugal, wo sie die Bronze-Medaille im Trampolin-Synchronturnen errang. Immer mehr rückte die aktive und engagierte Jugendarbeit in den Mittelpunkt der Anstrengungen des Vereins.

Im Jahre 1995 fand erstmals eine Radlrallye statt, die von der Skiabteilung hervorragend organisiert und durchgeführt wurde.

1997 entstand die neue Volleyball-Beachanlage im Obinger Strandbad mit einem finanziellen Aufwand von nahezu 10.000,– DM. Zudem feierte die Volleyballabteilung ihr 30-jähriges Bestehen im Reitersaal. Die Fußballabteilung durfte den Wiederaufstieg in die A-Klasse feiern. Irmgard Erl qualifizierte sich bei Länderkämpfen in Großbritannien und Russland für die Weltmeisterschaften in Sydney. Die Skiabteilung feierte ihr 20-jähriges Jubiläum.

Anlässlich des 90-jährigen Bestehens des Turnvereins führte man im Jahre 1999 den Wettkampf „Sportler 99“ durch. 89 Teilnehmer unterzogen sich den Mehrkampfmeisterschaften und hatten viel Spaß und Freude. Beim Festabend „90 Jahre TV Obing“ wurde Heinz Blank zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Beim traditionellen Dorfschießen – vom Schützenverein ausgetragen – errang der Turnverein mit 30 Teilnehmern den Meistpreis und gewann wie auch in den Folgejahren ein Spanferkel, zweimal sogar den Vereinstitel.

2001 beschloss der Gemeinderat die Planung und den Bau einer neuen Sporthalle. Schon in der Planungsphase brachte sich der Turnverein engagiert ein und half, wo auch immer es ihm möglich war. Gleichzeitig liefen die Planungen für die Erweiterung des Ausweichplatzes an der Berghamer Straße auf vollen Touren. Letztlich investierte der Turnverein in diese Maßnahme – Neugestaltung des von der Gemeinde zugekauften Platzes und Errichtung einer Flutlichtanlage – mehr als 50.000 €. Die Fußballabteilung leistete eine Unmenge von Arbeitsstunden und führte 2002 erstmals eine Disco-Veranstaltung in Stockham durch, um diese Maßnahme finanzieren zu können.

Im Frühjahr 2004 konnte der Spielbetrieb auf dem neuen Ausweichplatz begonnen und somit Haupt- und vor allem Trainingsplatz geschont werden. Die neue Sporthalle wurde unter tatkräftiger Mithilfe der Turnvereinsmitglieder fertig gestellt und im Juli 2004 ihrer Bestimmung übergeben. In großartiger Zusammenarbeit zwischen Gemeinde, Schule und Turnverein entstand ein wahres Schmuckstück, das sich weit über die Grenzen des Landkreises hinaus großer Beachtung erfreut. Ende März 2004 war die alte Halle abgerissen und an der gleichen Stelle sowie auf der Schützenanlage Parkplätze errichtet worden. Durch die Neuerrichtung der Sporthalle erfuhr vor allem die Jugendarbeit in allen Abteilungen des Turnvereins einen in diesem Ausmaß nicht erwarteten Auftrieb, und so konnte 2004 eine Basketballabteilung unter der Leitung von Gerhard Folta gegründet werden.

Die Basketballabteilung organisierte 2005 zum ersten Mal ein Streetball-Turnier in der Sporthalle. Jetzt schon zeigte sich, welche Kapazitäten die neue Halle aufnehmen kann und was in dieser Halle alles möglich ist. So richteten in den Folgejahren die Volleyballabteilung die Oberbayerischen Jugendmeisterschaften und die Turnabteilung die Oberbayerischen, Bayerischen und Gau-meisterschaften im Trampolinturnen aus. Auch Hallenfußballturniere finden seither in der Obinger Sporthalle regelmäßig statt.

2006 half der Turnverein Obing engagiert mit bei den Festivitäten bezüglich der 25-Jahrfeier ihrer Herbergseltern John & Rita und weihte das neue Loipenspurgerät der Skiabteilung ein.

Im April 2007 beschloss der Vereinsausschuss, das 100jährige Vereinsjubiläum gemeinsam mit der Dirndlschaft Albertaich zu feiern. Im Mai wurde der Festausschuss gegründet, der sofort die Gründung einer GbR veranlasste. Seither tagte der Festausschuss in regelmäßigen Abständen, legte den Programmverlauf fest und entschied sich für John Gonzalves und Franz Reiter als Festwirte.

2008 feierte die Skiabteilung ihr 30-jähriges Bestehen mit einer hervorragend organisierten Jubiläumsveranstaltung im Saal des Vereinswirts John & Rita. Die SpVgg Pittenhart konnte als Patenverein für das 100-jährige Gründungsfest des Turnvereins gewonnen werden. Am 25. April 2009 fand das Patenbitten beim Kirchenwirt in Pittenhart statt.

Vom 10. – 20. Juli 2009 feierte der Turnverein sein 100-jähriges Jubiläum, im Herbst 2009 die Theaterabteilung ihr 125-jähriges Gründungsfest.
Das Festprogramm zum 100jährigen Bestehen des Turnvereins und zum 5jährigen Bestehen der Dirndlschaft Albertaich in der Zeit vom 10. Juli bis zum 20. Juli 2009:

10.07.2009        Rockparty mit dem Graffiti-Club
11.07.2009        Festabend der Dirndlschaft Albertaich
12.07.2009        Festtag der Dirndlschaft Albertaich
13.07.2009        Zivilcourage; Vortrag zur Gentechnik
16.07.2009        Österreichischer Abend mit der Showband „Die Dorfer“
17.07.2009        Live-Konzert mit der Band „Revolution“ und der Vorband „Selbstlaut“
18.07.2009        Festabend des Turnvereins Obing
19.07.2009        Festtag des Turnvereins Obing
20.07.2009        Altennachmittag und Kesselfleischessen mit der Band „14 Hoibe“

In den folgenden Jahren beteiligte sich der Turnverein mit seiner Fahnenabordnung bei allen örtlichen Festen und vielen Gründungsjubiläen benachbarter Sportvereine, so in Seeon, Altenmarkt, Kienberg, Palling und als Patenverein in Pittenhart im Juni 2013.

Weiterhin führte der Verein den regulären Sportbetrieb durch und veranstaltete durch die Abteilungen Fußball und Ski den Sportlerball im Saal des Vereinswirtes John & Rita.

Nach 50 Jahren richtete der Turnverein im Jahre 2014 wieder das Gaukinderturnfest aus. Über 200 Kinder aus dem Turngau nahmen daran teil. In Zusammenarbeit mit allen Abteilungen und der Gemeinde war es gelungen, ein wirklich atemberaubendes Sportfest zu organisieren.

Im Jahr 2016 feierte die Gemeinde Obing ihre Jahrfeier zum 1300jährigen Bestehen, woran sich natürlich der Turnverein als zahlenmäßig größter Ortsverein auch schon in der Planung und letztlich in der Durchführung maßgeblich beteiligte. Sowohl zum Start in der Silvesternacht auf dem Rathaus-platz, beim Seefest und schließlich beim Festtag am 7. August 2016 waren die Mitglieder des Vereins fleißige Helfer und wie alle Obinger Ortsvereine Garanten für ein Superfest.

Im April 2017 beteiligte sich der Verein an der Einweihung des Hauses der Vereine, dem ehemaligen Rathaus. Eine Abordnung feierte mit dem SV Waldhausen sein 50jähriges Bestehen, mit dem Musikverein sein 40jähriges Jubiläum und mit dem Burschenverein das Gauburschenfest. Der Rasenmäher der Gemeinde hatte einen Motorschaden, die Hälfte der Reparaturkosten in Höhe von 3500 € musste laut Vereinbarungen mit der Gemeinde der Turnverein bezahlen.

Nachdem der Ortnerhof in Pfaffing in Wohnungen umfunktioniert wurde und dort dadurch kein Platz mehr für den Jugendbus des Turnvereins war, entschloss sich der Turnrat eine Garage auf dem Sportgelände an der Berghamer Straße zu bauen. Architekt Alfons Rieder erstellte die Planung. Nachdem weder die Gemeinde noch das Landratsamt größere Einwendungen gegen das Bauvorhaben hatten, konnte mit dem Bau begonnen werden. Dieser verzögerte sich jedoch und musste auf das Jahr 2018 verschoben werden.

Grund dafür war sicher nicht der Aufstieg der 1. Fußballmannschaft unter Trainer Dieter Schätzke in die Kreisklasse, sondern die anfangs ergebnislose Suche nach Wasser-, Strom- und Gasleitungen.

Im März 2018 wurde mit dem Garagenbau begonnen. Unter tatkräftiger Mithilfe der örtlichen Firmen und vieler Mitglieder entstand ein ansprechender Funktionsbau, der im Juli 2018 durch Pfarrer David Mehlich eingeweiht und von vielen Helfern gebührend gefeiert wurde. Grund zum Feiern hatte auch die Skiabteilung. Ihr 40jähriges Bestehen feierten die Abteilung und der gesamte Verein ausgelassen im Saloon bei John & Rita. Weniger Grund zum Feiern hatten die Fußballer, denn der Rasenmäher gab innerhalb weniger Monate noch einmal den Geist auf.

Wie alljährlich nahm die Vorstandschaft des Vereins an Fortbildungsmaßnahmen teil. In den Jahren 2018 und 2019 standen die Themen „Satzungsrecht“ und „Datenschutz-Grundverordnung“ auf dem Programm. Im Frühjahr 2020 beteiligte man sich an der Veranstaltung BLSVdirekt zu aktuellen Themen wie Steuerrecht, Bauzuschüsse oder Versicherungen.

Im März 2020 brachte die Corona-Virus-Pandemie die Welt aus den Fugen, und eben auch den Turnverein Obing und seine vielen Mitglieder. Keine Spiele mehr, kein Training mehr, Turnhalle und Sportplätze gesperrt, und erst einmal kein Ende in Sicht. Nur gut, dass man eine gute Woche vor Ausbruch der Pandemie das neue Schneemobil der Abteilung Ski durch Pfarrer David Mehlich einweihen konnte. Durch die enorme Spendenfreudigkeit der Obinger Betriebe, Privatpersonen und auch der Gemeinde konnte diesmal ein nicht gebrauchtes, sondern ein neues Mobil angeschafft werden, das allerdings mit vielen Langläufern noch ein Jahr auf Schnee warten musste.

Augenblicklich hat der Turnverein etwa 1550 Mitglieder, davon mehr als 800 Jugendliche. Dies ist das Resultat langjähriger qualifizierter Jugendarbeit in den Abteilungen. Ebenfalls erstaunlich ist die Anzahl der geleisteten Arbeitsstunden für die Pflege und Instandhaltung der Sportplätze. Etwa 12000 Stunden werden dafür jährlich von den Mitgliedern des Turnvereins ehrenamtlich aufgewendet.

Der Turnverein Obing unterhält augenblicklich 7 aktive Abteilungen:

Turnen                     Abteilungsleiterin Sabine Willisch
Fußball                    Abteilungsleiter Josef Plank
Volleyball                Abteilungsleiter Richard Altenweger
Theater                    Abteilungsleiterin Maria Schuster
Eissport                   Abteilungsleiter Hans Reiter
Skisport                   Abteilungsleiter Christian Pürner
Tennis                     Abteilungsleiter Peter Baumann

Die Vorstandschaft des Turnvereins besteht derzeit aus 5 Mitgliedern:            

  1. Vorsitzender Thomas Schmitz
  2. Vorsitzender und Kassier Fritz Baumann
  3. Vorsitzender Ernst Kunz                  

Schriftführerin       Lena Reiter
Jugendleiterin       Celina Utz

Die bisherigen Vereinsvorsitzenden seit der Gründung im Jahr 1909:

1909 – 1914                    Hans Werkmeister
1914 – 1918                    1. Weltkrieg (ruhende Vereinstätigkeit)
1918 – 1924                    Hans Werkmeister
1924 – 1935                    Johann Utz
1935 – 1937                    Ludwig Enthamer
1937 – 1938                    Alfons Schwarz
1939 – 1945                    2. Weltkrieg (ruhende Vereinstätigkeit)
1945 – 1949                    Alfons Schwarz
1949 – 1950                    Isidor Eder
1950 – 1952                    Herbert Tepass
1952 – 1956                    Dr. Vogtherr
1956 – 1978                    Hans Niggl
1978 – 1990                    Heinz Blank
1990 –                              Thomas Schmitz